Erste Pfarreikonferenz der Kirchengemeinde Breisgau-Markgräflerland fördert den Dialog
Bad Krozingen: Rund 100 Teilnehmende kamen am 29. September 2026 zur ersten Pfarreikonferenz der Röm.-Kath. Kirchengemeinde Breisgau-Markgräflerland im Albaneum in Bad Krozingen zusammen.
In einer fröhlichen und optimistischen Atmosphäre trafen sich Pfarreiräte, Sprecherinnen und Sprecher der Gemeindeteams sowie pastorale und administrative Mitarbeitende der Kirchengemeinde. Die Moderation des Abends übernahm der Dipl.-Religionspädagoge und freiberufliche Organisationsberater Ralph Mackmull.
Nachdem im vergangenen Herbst der Pfarreirat neu gewählt und am 1. Januar die Pfarrei offiziell gegründet wurde, konstituierten sich bis zum Sommer 2026 auch die einzelnen Gemeindeteams neu. Die Konferenz bot nun erstmals den Rahmen für einen groß angelegten Austausch über bisherige Erfahrungen und Zukunftsvisionen.
Zum Auftakt des Treffens widmeten sich die Teilnehmenden drei zentralen Fragestellungen. Dies bot ihnen die Gelegenheit, gezielt mit Personen ins Gespräch zu kommen, zu denen im regulären Arbeitsalltag bislang nur wenige Berührungspunkte bestanden. Inhaltlich ging es dann um die aktuellen Rahmendaten der Kirchengemeinde, sowie um eine Einordnung der Pfarreikonferenz als neues Format in die Organisationsstruktur der Pfarrei.
Die Pfarreikonferenz ermöglicht hauptberuflichen Mitarbeitenden, sowie Ehrenamtlichen aus Pfarreirat und Vertretern der ca. 40 Gemeindeteams der Pfarrei miteinander ins Gespräch zu kommen und die zukünftige Ausrichtung der Pfarrei Bad Krozingen St. Alban gemeinsam zu beraten.
Zudem erhielten die Teilnehmenden Einblick in die aktuellen Entwürfe für das neue Logo der Pfarrei und konnten dazu direkt ihr Feedback einbringen.
Ein zentraler Programmpunkt des Abends war eine von Ralph Mackmull moderierte Interviewrunde, die die bisherigen Entwicklungen und Meilensteine sowie die Planungen für das kommende Jahr beleuchtete. Dabei kamen verschiedene Akteure der Pfarrei zu Wort:
Der stellvertretende Pfarrer Martin Patz stellte Meilensteine aus dem Kernteam vor und Kooperator Dieter Maier und Gemeindereferentin Andrea Ludwig beschrieben bisherige Erfahrungen und Herausforderungen aus der Sicht der pastoralen Mitarbeitenden. Pfarreiratsvorsitzende Elisabeth Wiesler berichtete von den ersten Schritten des Pfarreirats und gab Ausblick auf anstehende Themen und Ideen. Gemeindeteamsprechende Charlotte Eckmann und Günther Klausmann brachten Perspektiven und Fragen aus der Sicht der Gemeindeteams ein. Über den Start, die Herausforderungen aber auch gute Vernetzungen durch die neuen Strukturen in der Kirchengemeinde berichtete Pfarreiökonom Philipp Hirzle.

Stellv. Pfarrer Martin Patz präsentiert dem Publikum wichtige Meilensteine in der Entwicklung der Pfarrei.

Elisabeth Wiesler, Vorsitzende des Pfarreirates, berichtet von ersten Entscheidungen als auch Herausforderungen der Pfarreiräte.

Sprecherin des Gemeindeteams Ehrenkirchen-Kirchhofen, Charlotte Eckmann, und Sprecher des Gemeindeteams Heitersheim, Günther Klausmann, berichten über die Perspektive der Gemeinden auf die Kirchenentwicklung.
Die Vision im Alltag verankern
Anschließend zitierte der Moderator aus der Gründungsvereinbarung, nach der die neue Pfarrei die Zuwendung und Sorge Gottes für die Menschen durch ihr Handeln nachvollziehbar und erfahrbar machen möchte.
Anschließend zitierte der Moderator aus der Gründungsvereinbarung, nach der die neue Pfarrei die Zuwendung und Sorge Gottes für die Menschen durch ihr Handeln nachvollziehbar und erfahrbar machen möchte.
Die Umsetzung dieser Vision im Alltag ist laut Margot Lüthy, Gemeindereferentin in Schliengen, ein fortlaufender Prozess, der im Kleinen beginnen muss: „Ziel ist es, dass Menschen in der Gemeinschaft mit anderen spüren: Du bist von Gott geliebt.“ Martina Litterst, stellvertretende Pfarreiratsvorsitzende, ergänzte einen entscheidenden Aspekt für die Praxis: „Wir, die Menschen ansprechen wollen, müssen glaubwürdig für unsere Mission einstehen. Wenn wir selbst Freude in der Verkündigung haben, dann springt der Funke auch über.“
Leitende Referentin Franziska Seidler betonte, dass die Strategieentwicklung in den kommenden Sitzungen einen festen Platz einnehmen wird. Ziel sei es zunächst, unterschiedliche Formate zu schaffen, um miteinander ins Gespräch zu kommen, aber auch Räume der Stille zu ermöglichen, so leitender Pfarrer Lukas Wehrle: „Dabei spüren wir eine Gemeinschaft, die uns dann im Prozess trägt.“

Leitende Referentin, Franziska Seidler, und leitender Pfarrer, Lukas Wehrle (Mitte), im Gespräch mit dem scheidenden Seelsorger und priesterlichen Mitarbeiter der Gemeinde Breisach, Dr. Bruno Hünerfeld, welcher eine Professur in Benediktbeuern antritt.
Mit der ersten Pfarreikonferenz wurde ein weiteres Mal Neuland in der Pfarrei beschritten. Die Reaktionen am späten Abend und auch im Nachgang bestätigten, dass dieses Format ein gutes Setting für die Kommunikation und Beteiligung innerhalb der Kirchengemeinde werden kann. Eine weitere Pfarreikonferenz ist bereits angedacht.